Der Umgang mit suchtkranken Arbeitskollegen

Alkohol ist immer ein heikles Thema. Er wird hin und wieder gerne getrunken, gerade in Gesellschaft und wenn man feiert. Manche Menschen jedoch sind Alkoholkrank, also süchtig. Dies bringt viele Probleme mit sich, vor allem auf der Arbeitsstelle! So lange am Arbeitsplatz nichts passiert, ist alles in Ordnung. Viele Chefs oder Mitarbeiter wollen nichts davon wissen, dass jemand Alkoholkrank sein könnte.

Der Druck auf der Arbeit wächst und wächst und so greifen auch gerne qualifizierte Mitarbeiter zu Alkohol, um den Druck zu nehmen. Man entspannt durch den Alkohol, vergisst die Sorgen. Aber man vergisst auch, wie gefährlich der Alkohol sein kann. Wenn einem Arbeitskollegen die Sucht auffällt, will er das Problem meist wieder vergessen. Gelegentlich stellt man sich aber auch die Fragen, was man tun soll, wie man mit dem Menschen umgeht und mehr. Als Arbeitskollege sollte man nicht die Augen verschließen und mit der Person reden, die nach Alkohol riecht, die schon zittert oder sonstiges. Man wird ja irgendwie auf das Problem aufmerksam geworden sein. Man sollte am besten mit der betroffenen Person sprechen. Nicht unbedingt in der Firma, vielleicht kann man sich privat verabreden und dann das Problem ansprechen. Man sollte nicht urteilen, sondern nur mitteilen, dass einem der Alkoholkonsum aufgefallen ist und dass die Person vielleicht einmal den Hausarzt aufsuchen sollte. Man sollte klarmachen, dass die Arbeitsstelle davon abhängen kann, denn ein Chef reagiert nicht immer ganz so nett, wenn es um unzuverlässige Arbeitnehmer geht. Wenn die Person jedoch nicht einsichtig ist, holt man sich vielleicht Hilfe bei Suchtkliniken oder beim eigenen Hausarzt. Hängt viel von der Person ab, kann der Alkoholkonsum anderen auf der Arbeit schaden, muss natürlich der Chef eingeweiht werden, der dann vorsichtig mit der Person umgehen sollte und auf eine Therapie verweisen könnte.

Es ist sicherlich nicht leicht, etwas zu tun, wenn man diesen Verdacht hat. Aber es ist nicht gut und schön, einfach die Augen zu verschließen! Vielleicht wartet die betroffene Person nur auf Hilfe, vielleicht wird sie aber auch verhalten reagieren. Fakt ist, man ist ein Team auf der Arbeit und sollte anderen beistehen!