Symptome von Verlustängsten bei Kindern nach Trennung

Kinder haben ein schönes Leben mag man meinen. Aber so ist es leider nicht immer, denn viele Eltern trennen sich und für lange Zeit haben Kinder schon ihre Probleme damit. Ob nun der Vater oder die Mutter geht, spielt dabei noch nicht einmal eine große Rolle, lieben Kinder doch nun beide Elternteile. Verlustängste zeigen sich bei den meisten Kindern, deren Eltern getrennte Wege gehen. Vor allem dann, wenn die Trennung nicht reibungslos verläuft und die Kinder in den Mittelpunkt des Geschehens rücken.

Viele Eltern vergessen die Liebe zu ihren Kindern und hetzen über den anderen Elternteil her, wie soll sich da wohl ein Kind fühlen und verhalten? Dann gibt es aber auch Elternteile, die nicht wirklich etwas für die Verlustängste können, da der andere Elternteil sein Besuchsrecht nicht wahrnimmt oder aber nur sporadisch durchführt. Hier leiden dann meist der jeweilige Elternteil, weil das Kind einem leid tut und das Kind selbst. Man muss aber bei Kindern mit Verlustängsten durchgreifen, auch wenn es schwer fällt. Kinder haben Angst auch noch den anderen Elternteil zu verlieren und wollen nicht mehr in den Kindergarten, nicht in die Schule, nicht in den Verein, nicht zu Freunden und auch nicht zu den Großeltern. Das ist sicherlich fürchterlich schlimm. Man muss auf der einen Seite dem Kind aufzeigen, dass es so nicht geht und jeder seine Termine oder Verpflichtungen hat und dass das Kind durchaus in den Kindergarten und in die Schule muss. Auch die Vereinstermine sollte man nicht ausfallen lassen, weil man Mitleid mit dem Kind hat, denn so schürt man unbewusst noch die Verlustängste, was nicht passieren darf. Man muss das Kind immer wieder in die Situationen hineinschubsen und hart dabei bleiben, auch wenn man es gerne anders machen würde. Gerade Mütter zergehen in Mitleid und würden das Kind am liebsten nur noch beschützen und trösten. Genau das ist aber verkehrt. Man kann das Kind bestärken, indem man gerade zu Beginn Angebote macht.

Wenn das Kind lieb in den Kindergarten geht, kann man dafür eine ganze Stunde nur etwas mit dem Kind tun, was ihm großen Spaß bereitet. Man kann in den Zoo gehen, man kann ein Eis essen gehen, man kann in ein Spielzeuggeschäft gehen oder anderes. So hart es einem auch erscheint, das Kind immer wieder in Situationen schubsen zu müssen, so ist es doch so: Umso öfter man es tut und am besten jeden Tag, desto eher wird das Kind sich an den Alltag ohne den anderen Elternteil gewöhnen und auch weniger Ängste zeigen.