Der ZinssatzUnter einem Zinssatz wird der Wert in Prozent verstanden, der für geliehenes Geld anfällt. Mit geliehenem Geld ist
nicht nur aufgenommene Kredite gemeint, sondern auch Sparguthaben. Die Bank leiht sich nämlich dieses um
Investitionen zu tätigen. Aus diesem Grund kann gesagt werden, dass die Bank wenig Eigenkapital im Vergleich mit
anderen Unternehmen besitzt, sie arbeitet schließlich überwiegend mit Fremdkapital.
Der Zinssatz bezieht sich üblicherweise immer auf ein ganzes Jahr. Ein Jahr hat 360 Tage, da jeder Monat mit 30
Tagen festgesetzt wurde. Aus diesem Grund muss bei der Berechnung die genaue Laufzeit berücksichtigt werden.
Des
Weiteren gibt der Zinssatz in Form des internen Zinsfußes an, ob die Durchführung eines Projektes sich finanziell
lohnt oder nicht. Um die Kosten der Investition zu berechnen wird der Kalkulationszinssatz verwendet. Dieser wird
auch als Kalkulationszinsfuß bezeichnet und wird bei Discounted Cash-Flow (DCF) Analysen eingesetzt. Diese Methode
dient den Unternehmen zur Bewertung ganzer Projekte oder Teilprojekte.
Daneben gibt es auch einen Basiszinssatz.
Dieser ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt und verändert sich zum 1. Januar und 1. Juli eines jedes Jahres.
Dieser Zinssatz regelt die Verzinsung von Forderungen. Diese Zinsen löst seit dem 1. Januar 1999 der Diskontsatz ab.
Seit 1. Januar 2002 findet man die Regelung zum Basiszinssatz im BGB.
(sjf)
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